Abflug

Abflug, Backpacker, Work and travel, NamibiaAuf nach Namibia

Heute breite ich meine Arme aus, lasse den Wind in meine Segel und fliege los. Knapp 60.000 km Reiseroute und 60 Flugstunden liegen vor mir; 152 Tage ist die Fremde nun mein Zuhause und 3 Länder wollen erkundet, entdeckt und erlebt werden.

So kurz vor Abreise verspüre ich eigentlich nur leichte bis mittelschwere Panik. Ich habe Angst, ob ich mir vielleicht selber zu viel zugemutet habe, ob ich etwas vergessen habe oder ob es einfach nur eine völlig verrückte Idee war, alleine einmal um die Welt zu fliegen und mich an fremden Orten und Arbeitsplätzen einzuleben.

Es liegt knapp ein Jahr Vorbereitungszeit hinter mir und nun ist der Tag der Abreise, der 27. Juli, wirklich da. Es gab Zeiten, da habe ich nicht mehr daran geglaubt, dass ich eines Tages in diesen Flieger steigen würde. So war die Vorbereitung wirklich herausfordernd und ich war häufig kurz davor aufzugeben.

In diesen Momenten habe ich an die Geschichte mit dem kleinen Elefanten gedacht, der als Babyelefant an einen Pflock gebunden wurde und sich nicht lösen konnte, sodass er es als ausgewachsener, starker Elefant gar nicht erst versuchte. Ich möchte nicht, dass ich mich durch meine Angst, meine Bequemlichkeit, meine Zurückhaltung selber ausbremse, dass ich mich selber so wunderbaren Erfahrungen und Erlebnissen beraube.

Also habe ich mich weiter durchgekämpft, habe alle anstrengenden Visaangelegenheiten geklärt, mir eine Arbeitserlaubnis besorgt, eine Wohnung in Windhoek gesucht und gefunden, mich impfen lassen, Besorgungen getätigt, meine Webseite aufgebaut und mich immer wieder selber sehr herausgefordert. Denn all diese Vorbereitungen liefen parallel zu meiner Abschlussprüfung.

Aber ich wollte mich dieser Chancen öffnen, mein Herz und meine Arme für alles, was das Leben noch für mich bereithält: Für all die Herausforderungen, für all die Erfolge, für all die Momente der Freude, der Trauer, des Abschieds. Denn das ist wohl das Leben, mit all seinen Höhen und Tiefen und die werde ich in den kommenden 5 Monaten bestimmt auf unterschiedliche Art immer wieder durchleben und mit euch teilen.

Also, ab in den Flieger und nach Windhoek!

„Manchmal muss man einfach den Mut aufbringen, den ersten Schritt zu machen. Eine Entscheidung treffen. Eine Richtung wählen. Und dann aufhören nachzudenken und einfach losgehen.“ Der kleine Buddha

2 Kommentare

  1. Julia (von oben ;-))

    Mega schöne Worte und ein toller Blog Lara! Gerade hab ich den Link bekommen und schwups alles gelesen obwohl ich eigentlich ins Bett wollte.
    Freu mich auf nächste Worte

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.