TFA Antonia in Tansania

Antonia hat im Juli 2019 erfolgreich ihre Ausbildung als Tiermedizinische Fachangestellte abgeschlossen. Kurz davor hat sie Kontakt zu mir aufgenommen und mich -wie so viele von euch- gefragt, wie ich damals an meinen Job als TFA in Namibia gekommen bin. Ich nehme vorweg: Antonia war von Dezember 2019 bis März 2020 als TFA in Tansania, was mich riesig gefreut hat! Lies dir hier ihren Erfahrungsbericht durch und wie sie an den Job gekommen ist…

Für weitere Informationen möchte ich gerne auf die Seite der Makoa-Farm und der Kilimanjaro Animal C.R.E.W. und das Interview von fuxdackelwild mit Antonia auf Spotify verweisen.

Wow! Dieses kleine Wörtchen beschreibt meinen dreimonatigen Aufenthalt im wunderschönen Tansania wohl am besten. 

Angefangen hat alles mit meinem ewig vorherrschenden Traum nach Afrika zu gehen, um dort mit Tieren zu arbeiten, Land und Leute näher kennenzulernen und neue Erfahrungen zu sammeln. So habe ich mich gegen Ende meiner Ausbildung als TFA über verschiedenste Organisationen, die solche Praktika organisieren, informiert.

Aber letztendlich hat mir Lara die entscheidende, einfache Idee gegeben: wirklich jeder Person von meinem Traum zu erzählen und nachzufragen, ob derjenige nicht Kontakte nach Afrika hat.

Und schließlich bin ich über viele Ecken an meinen Traumort gekommen: die wunderschöne Makoa-Farm in Tansania am Südhang des Kilimandscharo, abgegrenzt durch zwei Flüsse und Wohnort von verschiedensten Tierarten. Hier gründete das deutsche Tierärzte-Ehepaar Elisabeth Stegmaier und Laszlo Paizs die Nichtregierungsorganisation Kilimanjaro Animal C.R.E.W..

Im Dezember 2019 startete mein Abenteuer und ich habe mich hier sofort wohl gefühlt. Eli und Laszlo haben mich gemeinsam mit den derzeitigen Volos so lieb aufgenommen, dass ich mich nur willkommen fühlen konnte. Nach meiner Anlernphase war ich relativ schnell auf mich alleine gestellt, da die vorherigen Volos abreisen mussten. 

Zu meinen täglichen Aufgaben gehörten das Kalb füttern, Adlertraining/-fütterung, Elefanten- und Zebramilch vorbereiten, Versorgung der stationären Tiere (meist Hunde und Katzen), Wundversorgung der Pferde und vieles mehr. Im normalen Tagesablauf kamen dann häufig zusätzliche Arbeiten dazu, wie zum Beispiel Kastrationen, Begleitung von Gästen auf Ausritten oder die Behandlung von Notfällen -hier vor allem Wildtiere. Ein unvergessliches und einmaliges Erlebnis war, als ich an der Herstellung einer Schnabelprothese für den Marabu-Storch „Paulchen“ mitwirken durfte. 

Foto: Raphael Lukumay

Neben all der vielen Arbeit haben sich Eli und Laszlo immer darum bemüht, meinen Aufenthalt mit Ausflügen in verschiedenste Nationalparks oder Safari-Ausritten noch interessanter zu gestalten. Und als große Überraschung haben meine Eltern zum Abschluss einen Besuch geplant, wodurch ich noch einige Tage in der Serengeti und im Ngorongoro Krater verbringen durfte. Die Erlebnisse dieses Kurztrips -zwei junge Gepardenmännchen sind auf das Dach unseres Safari-Jeeps gesprungen- bleiben ebenfalls unvergesslich und sind das i-Tüpfelchen auf meiner Reise. 

Ich habe so viele liebe Menschen kennenlernen dürfen und bin unglaublich dankbar für die unbeschreiblich schöne Zeit in Tansania und bei der Kilimanjaro Animal C.R.E.W..

Jetzt -fast ein Jahr später- habe ich das Studium der Tiermedizin angefangen, aber weiterhin viel Kontakt nach Tansania und tatsächlich auch einen Kontakt zwischen der Farm und meiner ehemaligen Klinik in Deutschland hergestellt. -So bekommt die Farm in Tansania Medikamenten- und Sachspenden von der Klinik. Und so viel steht fest: Das war sicher nicht mein letzter Besuch in Tansania. 

Tutaonana Makoa! Nakupenda Tanzania! 

Antonia Gerken, TFA mit Herz

Foto: Antonia Gerken

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